Suttroper Kreuzweg

Der Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

Der Kreuzweg in Suttrop hat im Vergleich zu anderen kirchlichen Bauten in Suttrop eine vergleichsweise junge Historie.

Auf dem bereits 1495 erwähnten "Rüthener Weg" mit seiner von Warstein über Suttrop, die Bohnenburg über Altenrüthen nach Rüthen führenden Wegstrecke wird der Stillenberg erwähnt.

An dieser Strecke entstand 1858 der Kreuzweg, die Stillenbergskapelle als Abschluß des Kreuzweges wurde etwas später im Jahre 1872 eingeweiht.

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Übersicht

1. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

2. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

3. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

4. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

5. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

6. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

7. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

8. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

9. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

10. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

11. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

12. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

14. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

13. Station Suttroper Kreuzweg im Stillenberg

Stillenbergkapelle

Entstehung und Bedeutung der Kreuzwege

Der Leidensweg Jesu in Jerusalem

Schon die frühen Christen suchten die Orte in Jerusalem auf, die Jesus Christus auf seinem Leidensweg passierte, um dort zu beten, dem Leiden und Sterben Christi zu gedenken und selbst mitzufühlen, wie er gelitten hat. Ursprünglich gab es nur zwei Stationen:

- die Burg »Antonia« als Ort der Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus und

- den Hügel Golgota (auch Golgotha oder Golgatha), wo Jesus gekreuzigt wurde.

Der Weg, der diese beiden Orte miteinander verbindet, wird »Via Dolorosa« (lat. Der schmerzensreiche Weg, Leidensweg) genannt und führt durch die Straßen der Altstadt Jerusalems.

Im Laufe der Zeit wurde der Passionsweg um weitere Stationen ergänzt, damit die Gläubigen den Weg Jesu möglichst genau nachgehen konnten, wobei die genaue Lage der einzelnen Orte entlang der »Via Dolorosa« heute nicht mehr eindeutig historisch bestimmbar ist.

Im 14. Jahrhundert waren zunächst sieben Kreuzwegstationen üblich, die an die sieben römischen Stationskirchen und die sieben Tagzeiten des Stundengebets erinnerten.

Um das Jahr 1600 umfassten die Kreuzwege bereits 12 Stationen, die letzten beiden Stationen der Kreuzabnahme und der Grablegung wurden 1625 vom Franziskaner Antonius Daza angefügt.

Bis heute gehören zu einem Kreuzweg 14 Stationen, die singend oder betend abgeschritten werden. Einige Kreuzwege enthalten mit der Auferstehung Jesu eine 15. Station.

Die meisten der beschriebenen Szenen folgen der biblischen Passionsgeschichte, einige werden nicht ausdrücklich in der Bibel erwähnt.

Nachbildungen der heiligen Stätten

Da nicht alle Menschen ins Heilige Land pilgern konnten, entwickelte sich im Mittelalter bald der Brauch, die Jerusalemer »Via Dolorosa« an anderen Orten nachzubilden.

Es wurde ein Weg angelegt, oftmals in der exakten Länge des Prozessionsweges in Jerusalem. Meistens führte er in Anlehnung an den Hügel Golgota einen Berg hinauf, den sogenannten Kalvarienberg.

Ab 1700 wurden zuerst in den Kirchen des Franziskanerordens, später auch in anderen katholischen Kirchen, die einzelnen Kreuzwegstationen in Wandbildern dargestellt. Der Franziskanermönch Leonhard von Porto Maurizio entwickelte eine Gebetsanleitung, nach welcher auch heute noch die Kreuzwegsandachten gebetet werden.

Oft werden während der Fastenzeit und besonders an Karfreitag Kreuzwegandachten gehalten und die Leidensstationen abgeschritten. Dabei wird nicht nur an die Leidensgeschichte Jesu erinnert, sondern auch für all die Menschen gebetet, die zu Unrecht verurteilt, gefoltert, verspottet und getötet werden.

An manchen Orten wird das Leiden und Sterben Christi in Passionsspielen oder Prozessionen entlang des Kreuzweges nachgestellt, so z. B. auf der »Via Dolorosa« in Jerusalem oder bei den Passionsspielen in Oberammergau.

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